Therapiebegleithund Cooper

In dem Jahr 2025 habe ich mit meinem Hund Cooper, in der Hundeschule Behrenstolz, eine 12-monatige Ausbildung zum Therapiebegleithund - Team absolviert und erfolgreich abgeschlossen.

Die Ausbildung umfasste insgesamt 90 Unterrichtsstunden, bestehend aus fundierter Theorie, praxisnahen Übungen, Hospitationen sowie der Entwicklung und Durchführung eigener Settings. 

Im Laufe des Ausbildungsjahres wurden wesentliche Inhalte des tiergestützten Arbeitens vermittelt: das Lern- und Ausdrucksverhalten des Hundes, bedürfnis- und beziehungsorientiertes Training, Stress- und Körpersignale, Erste Hilfe am Hund, rechtliche Grundlagen und die Orientierung an den TVT- Merkblättern. Ein besonderer Fokus lag darauf, das Mensch-Hund-Team sicher und respektvoll in pädagogischen und therapeutischen Einsatzfeldern anzuleiten. 

Die Ausbildung wurde mit der Sachkundeprüfung nach DOQ 2.0 erfolgreich abgeschlossen, bestehend aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Am 22.12.2025 habe ich zusätzlich die TGI Prüfung nach der Prüfungsordnung des VdTT e. V. erfolgreich absolviert. Diese Prüfung bestand ebenfalls aus einem theoretischen und praktischem Teil. 


Vorteile der Pädagogik mit Cooper/Wirkungsweise Cooper 

Tiere, insbesondere Hunde wie Cooper, sind dazu in der Lage allein durch ihre Anwesenheit das Wohlbefinden des Menschen zu steigern. Sie begegnen dem Menschen und ihrem Umfeld wertfrei und unvoreingenommen, was das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder fördern. Durch den Kontakt werden Emotionen angesprochen und erlebbar gemacht. 

 

 

Durch das Streicheln, Berühren und Fühlen von Cooper wird Oxytocin (das Kuschelhormon) freigesetzt. Dies sorgt für Vertrauen, macht empfänglicher für zwischenmenschliche Signale, entspannt und senkt den Stress, steigert die Empathie und das Interesse am sozialen Austausch. Cooper wirkt durch sein imposantes Fell für die Kinder wie ein großer lebendiger Kuschelbär.          

Unser tierische Co-Pädagoge wirkt als Türöffner, Brückenbauer, Bindungswesen und Motivator für neue Erlebnisräume, Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten. Er fördert die soziale, emotionale, motorische und kognitive Entwicklung der Kinder. Dadurch vermittelt Cooper ein Gefühl der Akzeptanz und Geborgenheit, fördert die Empathie und hilft Zurückhaltung abzubauen. Durch das Spielen und befolgen von Anweisungen (Wassernapf auffüllen) lernen die Kinder konzentriert zu handeln und ihre motorischen Fähigkeiten einzusetzen.

Durch das Vorleben eines liebevollen und schützenden Umgangs mit Cooper werden die Kinder für ihn sensibilisiert. Sie lernen selbst respektvoll und liebevoll zu handeln und gewinnen dadurch Selbstvertrauen und Sicherheit. 

Übergeordnete Ziele in der Pädagogik mit Cooper

·      Körpersprache und Verhaltenskunde zu Cooper - die Kinder werden für die Körpersprache des Hundes sensibilisiert, was auch zu einer größeren Aufmerksamkeit bezüglich der Mitmenschen führt. Allgemein ist das Heranführen an den richtigen Umgang mit Cooper auch als Bissprävention zu sehen.

·      Stärkung des Selbstwertgefühls und des Verantwortungsbewusstseins – die Kinder lernen Verantwortung für Cooper zu übernehmen und ihnen übertragene Aufgaben erfolgreich zu lösen, eine wichtige Kompetenz für die Entwicklung von Verantwortungsgefühl und Entscheidungskompetenz.

·      Sozialkompetenz und Empathie – Grenzen kennenlernen, setzen und akzeptieren. Was mag Cooper, was mag er nicht? Was möchte ich? Was möchte ich nicht?

·      Emotionale Ansprache – über körperliche Nähe zu Cooper bekommen die Kinder ein Gefühl von Wärme, Vertrauen, Sicherheit, Annahme, aber auch Akzeptanz und Verständnis zu dem fühlenden Tier.

·      Integration – durch das gemeinsame Interesse an Cooper kann es den Kindern leichter fallen, untereinander in Kontakt zu treten, zudem Tiere dem Menschen gegenüber vorbehaltlos entgegnen.

·      Sinneswahrnehmungen – Fühlen, Riechen, Sehen und Hören von Cooper verschafft neue Reize.

·      Kommunikation/Sprache und phonologische Bewusstheit - Anregung zu Gesprächen mit Cooper und mir, sowie ein Gesprächsanlass innerhalb der Gruppe. Die Kinder achten auf eine deutliche Aussprache, da Cooper darauf besser reagiert. Cooper bewertet nicht, er ist ein geduldiger Zuhörer. Sprechhemmungen können abgebaut werden.

·      Nummerische Grundlagen – die Thematik Hund bietet vielfältige, spielerische Anlässe im Umgang mit Zahlen und Mengen (beispielweise Hunde und ihre Welpen).

·      Motivation – Hunde stellen eine große Motivation dar, auch ungeliebte Tätigkeiten (schneller) zu erledigen oder neue Dinge zu erlernen.

·      Motorik – durch den Kontakt mit Cooper wird die Motorik immer mitgeschult, gezielte Bewegungsaufgaben können neue Ressourcen und Bewegungsabläufe bei den Kindern wecken

·      Aufmerksamkeit – diese wird in allen zuvor genannten Zielen mit angesprochen. Sich aufmerksam einer Aufgabe zuwenden zu können oder Aufmerksamkeitsspannen zu erhöhen ist eine wichtige Entwicklungsaufgabe im Rahmen des Kindertagespflegealltags. Egal was mit Cooper angeboten wird, insofern das Kind offen für dieses Angebot ist und keine Kontraindikationen für den Hundeeinsatz vorliegen, wird er automatisch auch immer die Aufmerksamkeit des Kindes haben.

Ich habe am 09.02.2026 die TGI Prüfung beim Veterinäramt Hamburg Wandsbek für die § 11 Erlaubnis (Abs. 1 Tierschutzgesetz) erfolgreich bestanden. 

Cooper wird immer am Donnerstag die Kindertagespflege Pfützenspringer® für 3-4 Stunden besuchen.